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ZUR DATENLAGE: STATISTIKEN ZU INHABERN
AUSLÄNDISCHER ABSCHLÜSSE IN DEUTSCHLAND

Seit der Publikation der Studie Brain Waste haben sich die amtlichen Statistiken zu Anerkennungsfragen entscheidend verbessert.

2009 ist bekannt geworden, dass 2,8 Mio. Zuwanderer in Deutschland über eine ausländische Berufsqualifikation verfügen. Im Jahr darauf veröffentlichte das Statistische Bundesamt im Rahmen des Mikrozensus 2008 weitere Daten, erstmals auch zu erfolgten Anerkennungsverfahren, die auf einer Eurostat-Erhebung beruhen. Das Ergebnis zeigt, dass nur ca. 15% der Zugewanderten über eine staatliche Anerkennung ihres Abschlusses verfügen.

Die Regierung hat erkannt, dass dieser Anteil deutlich gesteigert werden muss, damit die Potenziale von Migranten nicht verschwendet werden. Zukünftig sollte sich die Zahl hoch und gut qualifizierter Zuwanderer in den Beschäftigtendaten widerspiegeln.

Leider geht aus den Zahlen bislang nicht hervor, wie viele Migranten in einer ihrer ausländischen Qualifikation adäquaten Position beschäftigt sind. Dies wäre in vielen Berufen auch ohne schriftlichen Anerkennungsbescheid möglich.

Zukünftig sind weitere Untersuchungen zu Arbeitsmarkterfolgen erforderlich. In Kanada oder Australien werden entsprechende Daten für Neuzuwanderer amtlich erhoben - eine wichtige Grundlage, um Integrationsangebote steuern zu können.

Weitere Erläuterungen zu den Ergebnissen des Mikrozensus 2008 und zum darin enthaltenen europäischen Labour Force Survey-Ad-hoc-Modul zur Arbeitsmarktsituation von Migranten können Sie nachlesen in:

Bettina Englmann: Schriftliche Stellungnahme zur Sachverständigenanhörung Verbesserte Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Berufsqualifikationen des Ausschusses für Bildung,
Forschung und Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag am 5. Juli 2010,
Ausschuss-Drucksache 17(18)82e

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